
Spielt HIV dann im Leben eines HIV-positiven Menschen noch eine Rolle?
Auch wenn eine HIV-Diagnose ein einschneidendes Erlebnis sein kann, macht sie langfristig im Alltag eines Menschen nur noch einen kleinen Teil aus. Selbst die Lebenserwartung entspricht in Westeuropa annähernd der von Menschen ohne HIV. Natürlich müssen die Medikamente konsequent eingenommen werden und es gibt regelmäßige Check-ups beim Arzt. Ziel ist es, dass HIV ein so kleiner Teil wie möglich im Leben wird. Dafür möchten wir für jeden HIV-Positiven die optimale Therapie bieten.
Es gibt also ganz unterschiedliche HIV-Therapien?
Jeder Mensch hat unterschiedliche Bedürfnisse und es gibt mittlerweile viele verschiedene Medikamente. Wenn die HIV-Therapie individuell auf diese Bedürfnisse angepasst wird, kann das einen entscheidenden Einfluss auf eine langfristig hohe Lebensqualität von Menschen mit HIV haben.
Warum werden HIV-positive Menschen immer noch diskriminiert, wenn sie gut mit HIV leben können und nicht mehr ansteckend sind?
HIV ist leider immer noch ein Tabu-Thema. Daher wird auch in den Medien wenig darüber berichtet, sodass sich die Erfolgsgeschichte der modernen HIV-Therapie nur langsam verbreitet. Mittlerweile ist es nicht mehr das Virus selbst, worunter die Menschen leiden, sondern vor allem die Vorurteile und die Diskriminierung, die ihnen aufgrund der Diagnose entgegengebracht werden. Dabei sieht das heutige Leben mit HIV ganz anders aus, als die meisten Menschen denken. Unsere aktuelle Kampagne #HIVersity soll genau das zeigen. Die unterschiedlichen Leben und Bedürfnisse von Menschen mit HIV sind unglaublich vielfältig – sodass sie viel mehr sind als nur HIV-positiv. Gleichzeitig spielt #HIVersity aber auch auf die vielfältigen Behandlungsoptionen an. Für Menschen, die mit HIV leben, ist es zum Erhalt ihrer Lebensqualität sinnvoll, regelmäßig gemeinsam mit ihrem Arzt oder ihrer Ärztin zu überprüfen, ob ihre Therapie noch optimal zu ihren Lebensumständen passt.
Weitere Informationen unter www.livlife.de